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Dorsche
#1
Wo sind die Dorsche nur?

Überall hört man recht wenig über brauchbare Fische.

Im letzten Jahr hatte ich im April schon richtig gute Fische...und jetzt überall nothing..nichts.

Hat da jemand eine Erklärung dazu!

[Bild: 14_05_05_16_9_18_28_274860.jpeg]
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#2
Der 2015- Jahrgang soll bekanntlich fast ausgefallen sein, der aus 2016 in Massen da, aber noch zu klein. Alles davor wurde fast vollständig weg gefangen. Da muss man sich nicht wundern, wenn nichts brauchbares geht.

Warum allerdings Butt hier nicht geht, sondern man ca. 50 km die Küste hochfahren muss, entzieht sich meiner Kenntnis.
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#3
Hallo Rotbart,
ich habe im März d.J. bereits 2 mal ab Weissenhäuser Strand mit dem Kayak auf Dorsch und Meerforelle gefischt. Da wo das Echolot immer Fische angezeigt hat war alles total leer.  Es wurden nur einige Meerforellen direkt am Seetang gefangen. Die meisten Angler sind aber leer ausgegangen.Als ich am 2. Tag das Kayak verstauen wollte, sprach mich ein Rentner an, der dort wohnt. Es sagte dass es kein Wunder sei, dass ich nichts gefangen habe, da den ganzen Winter über oft mehrmals pro Woche dänische Fischer die ganze Bucht immer wieder abgefischt hätten. Die Schiffsnamen ware unkenntlich. Je 2 Kutter hatten ein Netz zwischen sich. Er will auch die Polizei gerufen haben, die aber wohl nicht zuständig war....
Es ist zwar nur die Schilderung eines Einzelnen, aber es passt.
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#4
Ich sage mal, der Dorsch ist nicht weg, vielleicht sind wir aus den letzten Jahren verwöhnt?
Sicherlich ist der Bestand weniger geworden, unfruchtbar gewordene Schwärme, keine guten Bedingungen (z.B. Salzgehalt),
Raubbau der letzten 40 - 50 Jahre..egal wer..z.B. immer noch der Ostblock.
Die Fischerei in Schleswig Holstein ist heute nicht mehr wirtschaftlich nennenswert zu sehen.
Mit keine guten Bedingungen meine ich auch die Veränderung unseres Klimas!
ich vermute schon mal das der Mensch "WIR" einen großen Beitrag zu beständen in der Tierwelt
schafft, wir sind doch die Oberregulierer!
ich unterhalte mich auch gerne mit den Berufsfischern, im letzten Jahr hat man immerhin
Unmengen an kleinen 10 cm Fischen "Dorsche" bei der Waade gehabt und wieder in die
Freiheit entlassen.
Der Kollege vom Thünen Institut sollte sich das ansehen, da hat er keine Lust zu gehabt oder kein Interesse.
Denn auf der einen Seite sagte man, es gibt keinen 2015 Jahrgang, die Fischer hatten pro Zug 2 - 3 Zentner
kleine Dorsche pro Zug wieder in die Freiheit entlassen.

Interessantes Thema.
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#5
Was mir momentan doch recht unverständlich ist, auch die Platten machen sich richtig rar und lassen sich scheinbar in der Bucht kaum fangen. Einige von uns waren die letzten 14 Tage nun sehr oft los aber die Fänge ließen doch mehr als zu wünschen übrig.... Ab Dahme aufwärts scheint die Situation aber gänzlich anders auszusehen, was ist also los?
Gruß und Petri Uwe
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#6
Liegt es am Grund?

Liegt es am Sauerstoff?

Schadstoffe?

Derzeit fangen auch die Fischer im flachen Wasser schlechter als in den Vorjahren...
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#7
Es wird wohl von allem etwas sein in diesem Brackwassermeer, irgendwann ist halt mal der Punkt erreicht wo das Fass überläuft Rolf.  Denk

Passt vielleicht nicht ganz hier zum eigentlichen Thema aber lesenswert ist es allemal. Das "Klopfer"-Archiv vom Fischereischutzverband.
Gruß und Petri Uwe
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#8
Die kleinen, sprich der 20 16 - Jahrgang, sind in Massen da. Die Dorsche vermehren sich also prächtig.

In WH kann man ein paar Meter Richtung Ferienpark gehen und Butt ohne Ende fangen.
Hier unten in der Bucht sind selbst die Platten rar. Erst hinter dem Horizont läuft es besser.
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#9
Im Februar gab es in der Kutter & Küste einen größeren Bericht über den den Unfall im dänischen Fredericia...

[Bild: 1_13_04_17_7_52_14_54299.jpeg]


Zitat:Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume hat im Rahmen seiner Monitoring-Messfahrten am 17.2 und 07.03.2016 Untersuchungen südlich Breitgrund am Ausgang des Kleinen Beltes durchgeführt. Die gemessenen Werte zeigten keine Auffälligkeiten. Auch im Rahmen der monatlich stattfindenden Messungen im Rahmen des Routine-Monitorings der schleswig-holsteinischen Küstengewässern fanden sich weder südlich Breitgrund noch in der Kieler und der Lübecker Bucht auffälligen Werte für Ammonium-Stickstoff, Nitrat und Gesamt-Stickstoff. Die Werte lagen im Zeitraum von Februar bis November alle im jahreszeitlich-typischen Bereich. Die in der LN vom 13.12.2016 zitierte Äußerung von Prof. Schulz-Bull über festgestellte höhere Gehalte von Nitrat und Ammonium in der zentralen Kieler Bucht (+40% im Vergl. zum langjährigen Mittel) kann mit den Monitoring Daten des Landesamtes nicht bestätigt werden. Ein Effekt des Störfalls im dänische Hafen im Feb. 2016 ist somit nicht nachweisbar. Es ist davon auszugehen, dass es zu keiner Beeinträchtigung des chemischen und ökologischen Zustandes der Küstengewässer als Folge des Brandes gekommen ist. 

Eutrophierung der Ostsee

Nährstoffeinträge sind für die Ostsee ein großes ökologisches Problem. Übermäßiges Wachstum von Phytoplankton ist die Folge. Absterbendes Plankton wiederum führt zu Licht- und Sauerstoffmangel, die das Leben von Seegräsern, Blasentang und Bodentieren beeinträchtigen. Die Nährstoffeinträge in die Ostsee sinken zwar seit den 1980er Jahren, dennoch gilt das Binnenmeer weiterhin als stark eutrophiert.


> weiterlesen...

Martin Purps, Biologe des LSFV-SH, äußert sich wie folgt: Klick mich...

Der Dorsch braucht bekanntlich nun mal sehr viel Sauerstoff und irgendwas stimmt hier in der Bucht nicht. Ein Auf und Ab mit den Beständen gibt es zwar immer wieder, aber so krasse Bedingungen wie in diesem Frühjahr..... Denk  
Gruß und Petri Uwe
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