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Bei jedem Wetter an die Küste?
#1
Bei jedem Wetter an die Küste?

[Bild: 7_07_01_17_5_37_38.jpeg]


Nordisch bei Nature, in unserem Falle steht die Flagge heute auf Halbmast!
Aber bald kommt vielleicht wieder der Gedanke, eigentlich kann der Froster wieder ein paar Filets vertragen.
Oder mein Angelkumpel Sven ruft an, sagt zu mir am Telefon, ich habe meiner Frau erzählt, Du hast mich angerufen,
ob wir zusammen angeln gehen wollen.  Du Schatz,  ich habe Rolf spontan, dein Einverständnis vorausgesetzt,  
zugesagt! So sorgt man generell für Men ´s Health.
Das funktioniert aber nur, wenn sich Männer verstehen, mit geschlossenen Augen vertrauen
oder das könnte Rolf oder auch dem Sven gefallen, es wird gekauft, dann gibt es keine Enttäuschungen.
Wir haben sowieso die besten Ideen, da geht man zusammen in ein Kaffee in die Innenstadt und
schaut aufmerksam in die Runde, was passiert? Man macht den Lambi und vergibt die A und B Note.
Wir können gar nicht anders, die grauen Zellen müssen arbeiten!
Generell wir sind keine Machos!
 
Auch heute an dem Tag wo eigentlich ein Gemeinschaftsangeln geplant war,
es leider den widrigen Bedingungen zum Opfer gefallen ist. Wir saßen in der Küche bei mir,
der Sven und ich, den großen Pott mit einem Heißgetränk in der Pranke und wir waren sofort im Bilde
was in Zukunft angeltechnisch mehr oder weniger zu reißen ist.

5. Dezember 2009 jeder Wurf ein Treffer!
Die Nachrichten morgens sagten Schnee und unschönes Wetter voraus.
Andreas und ich wollten auf Fehmarn in Westermarkelsdorf den platten Fischen nachstellen.
Zu dieser Zeit hatte ich noch einen
roten alten Vectra. Das Vehikel ist von Opel! Nur für die Angelfreunde,
die nicht wissen was das für ein Auto ist.  Ich wurde nach der Vorhersage
des Wetters etwas zurückhaltend und fragte meinen
Kumpel Andreas, sag mal können wir mit deinem Landrover zum Angeln fahren?
Gelände gängig, Allrad und große Scheinwerfer mit Strahlweite 800 Meter.  
Wir machten es so, das sichere Auto für den Wildbeuter Einsatz wurde gebucht.
Am Wasser war noch alles okay! Fische kamen fast bei jedem Wurf an Land.
Beim Handball würde ich sagen, jeder Wurf ein Treffer.
 
In Westermarkelsdorf ist es so, es gibt Felder mit Blasentang, erwischt man so eine Insel, dann Abriss.
Wir haben die Erfahrung gemacht, man kann diese Felder fühlen, ausspähen.
Hast Du so ein Feld am Wickel, dann 10 - 20 Meter weitergehen und erneut auswerfen,
so erarbeitet man sich einen problemlosen Angel- und Fangplatz.
 
In den späten Abend entwickelte sich am Wasser  leichter bis zunehmender Schnellfall.
Und wir sahen zeitweise aus wie kleine Schneemännchen.  Ich erinnere noch, es war nicht kalt.
Es hat fantastisch Spaß gemacht. Wir zogen zusammen etliche platte Fische Grau- u. Goldbutt sowie Klieschen an Land.
Ein großer Eimer, ehemaliges Behältnis aus der Farbenindustrie, war bis oben hin gefüllt mit Fischen.
Schöner befriedigender Männerabend mit reichlich Plattfischen und das bei Schneetreiben auf Fehrmarn.
Irgendwann am späten Abend machten wir uns auf und wollten nach Haus nach Lübeck.
Das mit dem total richtig gewählten Vehikel dem Geländewagen von Andreas. Nachdem wir alles
verstaut haben, ging es zurück aus der Einöde von Westermarkelsdorf.
Andreas mein Wagenführer stellte alle großen Scheinwerfer auf dem Dach seines Auto an,
die Umgebung auf der Insel Fehmarn war taghell. Ihr glaub ja gar nicht was wir für Viecher auf der Fläche dort sahen!
Das war auch eine ganz spannende Angelegenheit.
 
Über die weitere triste Fahrt auf der Autobahn wollte ich nicht mehr berichten,
wie immer machte ich ein Nickerchen und war erst wieder kurz vor dem Zuhause voll da.
 
Dann Ergebnischeck!
Den Kübel zu Hause auf die Körperwaage, 18 Kilo sagte die Anzeige.
Das gefangen mit 6 Ruten und zwei Mann, die in jedem Falle Wildbeuter gerufen werden dürfen.
Das war mal im Jahre 2009 im tiefen Winter passiert.  Und ganz ehrlich, da hatte ich das noch nicht so mit der Knipse.
 
Auch wenn wir heute am 7.1.2017 nicht zum Angeln an den Strand auslaufen konnten,
alles richtig gemacht und das gemeinsame Angeln einfach verschoben.  Denn es ist immer mal wieder schön wenn sich Küstenjäger treffen,
sich austauschen.
Das kommt schon noch.
 
Rolf Willwater
Der Wildbeuter


und bald fischen wir auch wieder an solche Buhnen
[Bild: 7_07_01_17_5_43_16.jpeg]
[-] 4 User sagen Danke zu Wildewader für diesen Beitrag im Traveforum.
  • Elle, OHolsteiner, steffen, Sven
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#2
Ich bin zurück...Leidenschaft!
 
Etwa 2001 kam ich zum Angeln an die Küste zurück.
Vom ersten Tag an,
an dem mich der Strand wieder hatte,
entwickelte ich meine Kunst,
überliefert nach der Tradition..vom Alten zum Jungen
und immer so weiter..
..so wird nun mal die Kunst des Fischens weiter gegeben,
die Traditionssprache des ältesten Handwerks.
Man ist findig, man ist pfiffig, man probiert, man tüddelt an seinem Gerät.
Hin und wieder traf man damals einen Gleichgesinnten,
es wurde über die Schulter geguckt, nur so viel zeigen, wie irgendwie nötig.
Angeln ist Leidenschaft, wir alle sind Sklaven der Zeit,
es ist wohltuend sich ans Wasser zu setzen, schweigt einfach still,
nur das Rauschen der See um einen herum.
Wenn es kühler wird, dann hält man den Becher mit Heißgetränk in der Hand,
jeder Schluck kann von der Lippe bis zum Dickdarm verfolgt werden.
Das ist auch die Zeit, man ist für sich und mit sich allein.
Kein Schwätzer geht einem aufs Ohr, was nicht läuft, muss improvisiert werden.
Ich hatte Phasen, da habe ich Kollegen an meiner Seite gehabt,
die standen 50 – 80 Meter von meinem Platz weg,
wir trafen uns temporär auf halber Strecke,
Rücken an Rücken belauerten wir unsere Rutenspitzen.
Nur die nötigsten Worte wurden gewechselt.
Entspannt die Natur inhalieren,
den Geruch nach Tang, Muscheln, Fisch und anderes
vom Meer.
Sag mir da jemand angeln ist langweilig, immer ist man in der Hoffnung,
ob etwas beißen könnte,
der Fisch des Jahres oder des Lebens..
Und irgendwann lernt man Geschichten zu formulieren,
gute Angelgeschichten sind begehrt wie kapitale Fische.
Sagt mir nicht, das mögt Ihr nicht.
Oftmals gibt es das in der sauren Gurkenzeit...
und jeder weiß doch unverhofft kommt oft schnell genug,
denn das ist gewiss,
jeder Tag ist zwar ein Tag zum Angeln,
ob es der Tag der Tage wird,
steht in den Sternen,
das würde ja sonst ähnlich in der
Beantwortung der Frage sein,
wie viele Sandkörner hat die Wüste Sahara,
kann auch niemand beantworten.
 
2017 wird wieder ein Wildbeuterjahr.
 
Rolf Willwater
Der Willbeuter
[-] 1 User sagt Danke zu Wildewader für diesen Beitrag im Traveforum.
  • Sven
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