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Fischermann´s Sohn erzählt!
#1
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Fischermann´s Sohn erzählt!

Belangloses vorab:
Heute ist Dienstag, der 19. Juli 2016, Uhrzeit 06,30 Uhr, gefühlt alles gut,
Himmel leicht bedeckt, könnte ein guter Tag werden.

Die Frage aller Fragen? Was stellt man an so einem fantastischen Morgen nur an?

Aufbruch zum Möwenstein in Travemünde.
Über die Vogelfluglinie von Lübeck nach Travemünde zum Ort der Begehr.
Wir überspringen,
alles ruhig in der Kaiserallee. Früher war es so markant, die alten knorrigen Bäume,
die sicherlich oftmals vom Friseur zum Bonsai gestutzt wurden. Aber das gehört zur Kaiserallee seit ich denken kann.
Nur noch schlappe 5 Minuten und wir können am Parkplatz Möwenstein anlegen.
Mein Begleiter auf 4 Pfoten fühlt sich ganz gut, nach dem Rechten am Strand schauen ist schon wichtig.
Die See in der Bucht ist verhältnismäßig ruhig. Leicht dick oder besser noch leicht an getrübt ist das Wasser.
 Man kann weit kieken, was nichts anderes ist, man hat etliche Längen den Durchblick
im Wasser. Dunkle Flecken oder Inseln im Wasser zeigen auf Tang- oder Seekrautinseln.
Leicht übertrieben wären sie auch Lügenfelder! Was ist das denn nun schon wieder? Man sitzt auf einem
Felsen, hängt alles ab und schaut ob sich nicht doch ein Fleckchen im Wasser von der Stelle
bewegt, ein Ungetüm möglicherweise was einen nicht weit entfernten Badenden beschleunigt aus dem Wasser holt.
Oh das wär es. Travemünde in Not, ein Seeungeheuer scheuchte die Marianne B.
76 Jahre aus dem Wasser. War es ein großer Plattfisch? Aber wir wollen es nicht übertreiben,
Seemannsgarn zu anderer Zeit.
Es ist gespenstisch ruhig am Strand, so lasse ich es mir gefallen. Keiner da, der einem auf den berühmten Sack geht,
ich glaube das versteht jeder.
Langsam laufen wir zurück und schauen sehnsüchtig auf das Wasser. Hier sollte in Kürze wieder was gehen,
wir lassen aber die Fischlein zufrieden. Jeder soll mal Urlaub haben, das Fischlein und auch Sohn eines freien Mannes einem Fischer nach alter Tradition.
Jo das ist gut so, denn genieße das Leben, denn Du bist länger tot als lebendig.
Jetzt noch schnell einen Blick zum Ostpreußenkai, um zu schauen, ob dort jemand auf Silberlinge
aus ist?
Ein alter Travemünde stimmt rhythmisch die Rute. In gebührendem Abstand schaue ich erstmal entspannt zu.
Keine 20 Sekunden und die Rutenspitze krümmt sich, wie stark ist das denn!
Ein schlanker silbriger Hering hängt am Haken und will mit an Land. Nun müssen wir aber dem Fänger beglückwünschen,
das gehört sich so. Jetzt lohnt sich ein Gespräch und ich erkenne ihn, er ist ein regelmäßiger Besucher des Ostpreussenkai´s!
Die kleinen Heringe bis 4 cm Länge spielen an der Wasseroberfläche
in schmaler Entfernung zum Kai. Das kann bedeuten, der große Hering steht unter den kleinen Heringen,
jagt diese an die Oberfläche. Schnelles Futter für die Jäger der Lüfte? Oder ein Zeichen für den Beobachter den Wildbeuter?
In Kürze droht großes Spektakulum Travemünde und da werden dann für gut 7 Tage nicht die Bordsteine um 19.00 Uhr abends hoch geklappt.
Da wird gefeiert 7 Tage lang, so ein Leben ohne Zwang...Jetzt noch schnell zum Fischereihafen,
alles ruhig, selbst Meister Sehmel hat seinen Dampfer wieder flott gemacht.
Alle anderen Schifflein dümpeln trostlos ohne Order in den Morgen. Nun aber nichts wie nach Hause..und das war es schon,
ein paar Eindrücke erzählt von Fischermann´s Sohn.

Rolf P. Willwater
[-] 2 User sagen Danke zu Wildewader für diesen Beitrag im Traveforum.
  • L.T.A Team, Uwe
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